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1982 in Wien geboren, wächst Renate Hornstein als
Tochter zweier klassischer Cellisten auf - von frühester Kindheit an
den prägenden Klang unterschiedlichster Musikstile/Musiker im Ohr:
Schubert (die Schöne Müllerin wird geradezu zur Sucht) wie Joni
Mitchell und Chick Corea; Ella Fitzgerald wie Bobby McFerrin und Billy Joel.
Singen ist selbstverständlicher Bestandteil des Familienlebens, die
musikalische Arbeit der Eltern immer präsent. 9 jährig erhält
Renate ersten Unterricht auf der Geige, wenig später, mit 12 Jahren,
beginnt sie jedoch mit der Ausbildung ihrer Stimme, (u.a. bei Kammersängerin
Elfriede Höbarth) nicht jedoch in Form eines universitären Musikstudiums.
Zu eng erscheint ihr das dabei angelegte Korsett, zu drängend sind
die individuellen Ideen für ihren musikalischen Weg. Ihr Ziel ist es,
das technische Rüstzeug zu erlangen, um Eigenständiges zu schaffen.
Schon in frühen Jahren ist das Songwriting nicht wegzudenken, sind
die eigenen Texte untrennbar damit verbunden. Renate entwickelt eine starke
Affinität zur Lyrik und entscheidet sich beim schreiben ihrer Texte
zwischen ihren beiden Muttersprachen (englisch/deutsch) für die englische.
Mit Angelika Haas (p) und Anna Rombach (cello) erspielt sie 2000 mit Eigenkompositionen
den „Award 4 You“ und nimmt im Trio regelmäßig neues
Songmaterial auf, das jedoch nie veröffentlicht wird. Mit Gerald Horak
(Radio Wien) bastelt sie elektronische Wort-Klanginstallationen (Horak,
Insayif, Hornstein). Sie erarbeitet im Rahmen der Jazzwerkstatt Wien Radiohead
Neuversionen mit dem Posaunisten und Komponisten Patrick Lerchmüller.
Im Jahr 2003 erscheint die erste Cd „Orplid Skies“ mit eigenen
Songs – ein Duo-Programm mit dem Gitarristen Thomas J. Lang.
2006 bringt Renate Hornstein ihr ausschließlich aus eigener Feder
stammendes Programm, „The Very Heart of Things“ im Porgy und
Bess in Wien zum ersten Mal im Quartett (p, b, dr & voc.) auf die Bühne.
Sie lehnt das Angebot eines Major-Labels ab und produziert die gleichnamige
Cd Ende 2007 selbst, um ihren eigenen Vorstellungen so nahe wie möglich
bleiben zu können. Nach einer denkwürdigen Begegnung mit einer
Artischocke, nimmt sie auch die Artwork-Gestaltung des Covers selbst in
die Hand. Dabei entwickelt sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Photographen
Martin Reisinger.
Was Renate Hornstein auszeichnet sind ihre stimmliche Strahlkraft, eine
flammende Neugierde und ihre Vision - ihr Sinn für Miniaturen und Geschichten,
die nur sie selbst erzählen kann. Oder waren Sie einmal Zeuge eines
warmen Sommerregens im Kunstlicht eines Kellers an einem heißen Nachmittag
irgendwo in Amerika?
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